Ost oder West? Eine neue Trasse für die Straßenbahn

Die gute Nachricht ist, dass wir darüber nachdenken, wie wir unser Straßenbahnnetz erweitern. Das ist natürlich der richtige Weg, um die Verkehrswende zu schaffen und Klimaschutz praktisch zu machen. Straßenbahnen sind besser akzeptiert als Busse und S-Bahnen und sie sind zuverlässig, auch weil sie in unserer Stadt fast überall ein eigenes Gleisbett haben und nicht zwischen den Autos im Stau stehen.

Nun soll also Reutershagen besser angeschlossen werden und dazu eine Linie vom Zoo in Richtung Marienehe gebaut werden. Zwei Trassen waren oder sind dafür im Gespräch. Eine Entscheidung gibt es in der Sache schon, die eine wesentlich Festlegung trifft. Geplant werden soll nämlich eine Trasse, die praktisch parallel zur Stadtautobahn verläuft. Näheres dazu findet man auf der eigens angelegten Seite der Rostocker Straßenbahn, und zwar hier.

Die Alternative wäre eine gewaltige Stadtumbaumaßnahme gewesen. Die Trasse wäre am Hallenbad Neptun, dem Ostseestadion, der Hanse-Kaserne, dem Rostocker Freizeitzentrum und mindestens zwei Schulen entlang geführt worden. Dafür hätte man tatsächlich bestehende Straßenzüge komplett erneuern und Autoverkehr zurück drängen müssen. Buslinien wären durch Straßenbahnen ersetzt worden.

Auf jeden Fall hätten wir aber deutlich machen können, dass wir es richtig ernst meinen mit Verkehrswende und einem Stadtumbau hin zu einer neuen Mobilität und Klimaneutralität. Nun ist es anders entschieden und wir werden sehen, wie es wird. Sollten wir in Rostock aber irgendwann mal wieder über neue Trassen sprechen, wünsche ich mir mehr Mut und vor allem, dass wir uns dafür entscheiden, Groß Klein und Schmarl an das Netz anzuschließen. Das wäre mal eine richtig gute Sache.